Tagebuch
Hinweis
Mir ist bekannt, dass sich in vielen auf der Reise geschriebenen Texten einige Rechtschreibfehler eingeschlichen haben. Dies bitte ich zu entschuldigen. Aufgrund des Arbeitsaufwandes wird eine Korrektur höchstwahrscheinlich nicht mehr erfolgen.
01. Januar 2010 – Leverkusen, Deutschland
Mein Fazit: Dezember 2009
Der erste ganze Monat nach der Rückkehr ist vergangen. Und dies sehr zügig. Auch hier zu Hause vergeht die Zeit wie im Flug. Den Dezember nutzte ich überwiegend dazu um mich wieder in Deutschland zu integrieren. Ich habe mich oft mit meinen Freunden getroffen und mindestens genau so oft habe ich mich zu Hause gelangweilt. Denn ich stehe nach meiner Rückkehr quasi mit leeren Händen da. Dabei meine ich meine nicht vorhandene Hauptbeschäftigung, der alle meine Freunde und Familie nachgehen. Ich habe viel Zeit gehabt im Dezember, ich hätte sehr viele Bewerbungen schreiben können, doch ich schrieb nur wenige besondere, die unbedingt noch im alten Jahr geschrieben werden mussten. In Punkto Beruf habe ich einen externen Berufsberater vom Arbeitsamt gestellt bekommen, der mir bei der Integration am Arbeitsmarkt sehr hilft. Einige Male arbeitete ich bereits in meinem Nebenjob um wenigsten etwas Geld zu erwirtschaften.
In der vielen Freizeit trieb ich anfangs auch regelmäßig Sport. Doch schnell stellte sich heraus, dass Leistungssport auf Wettkampfbasis keinen Sinn mehr ergibt. Das zeichnete sich sofort ab, als ich einige Tage lang lieber andere Dinge tat als zu trainieren. Dies behalte ich nun bei und trainiere nach Lust und Laune, wenn ich nichts Wichtigeres zu tun habe. Ich mache gerne Sport, doch die Verpflichtung täglich zu trainieren um an alte Sporterfolge anzuknüpfen, stellt für mich einen zu hohen Preis namens Freizeit dar.
Nach neun Monaten im Ausland hatte ich auch noch viel an meiner Website nachzuarbeiten was bis heute noch nicht abgeschlossen ist. In diesem Zuge entstand auch mein Abschlussvideo in Form eines zusammenfassenden Kurzfilms. Dies und andere Arbeiten vertrieben mir die Zeit. Ich bin immer wieder erstaunt wie Langeweile Beschäftigung schafft.
Dies waren die Dinge ich im Dezember machte. Die andere Seite des Dezembers ist wie ich mich gefühlt habe. Es war und ist noch immer keine einfache Zeit. Sehnsucht nach dem stressfreien, entspannten und sonnigen Leben am Meer machten mir zu schaffen. Ebenso der Gedanke einen Fehler gemacht zu haben, Australien so frühzeitig zu verlassen. Keine einfache Situation, gerade wenn man noch nicht richtig in Deutschland angekommen ist. Die neue alte Umgebung und der deutsche Lifestyle, ein starker Kontrast zu dem was ich im letzten Jahr erleben durfte. Doch ich übe mich mittlerweile gut darin beides zu kombinieren. Den australischen Lifestyle weiter zu leben, auch hier zu Hause in Deutschland. Bisher konnte ich noch in den Tag hinein leben, doch nun ist das neue Jahr gekommen, und es wird Zeit die Weichen zu stellen und im Berufsleben Fuß zu fassen. Dies ist das größte Ziel im neuen Jahr. Mit dieser Aussicht änderte sich auch mein Gefühlsleben. Australien ist nicht abgehakt, das wird es auch nie sein, denn diese Reise war das prägendeste Ereignis meines Lebens. Und mit diesen Erinnerung und Erfahrungen lässt es sich mittlerweile leichter Leben. Der Dezember war das reinste Gefühlschaos, welches sich glücklicherweise früher als später entfaltete. Diese Zeit ist nun vorbei. Das neue Jahr ist wie ein Neuanfang für mich. Ich bin stärker, entschlossener und selbstbewusster den je. Bye bye 2009 – G’day 2010.
01. Januar 2010 – Leverkusen, Deutschland
Ein großartiges Jahr ging zu Ende
Hallo. Nach den Weihnachtstagen und der Jahreswende steht nun mein letzter Tagebucheintrag über die letzten Tage des fantastischen vergangen Jahres im heimischen Leverkusen an. Viel habe ich nicht erlebt. Die Weihnachtstage wurden in Kreis der Familie gefeiert und genossen. So verging das Weihnachtsfest auch sehr schnell und Silvester nahte schon. Die Tage zwischen diesen Ereignissen waren öde und langweilig, was nicht zuletzt am Wetter und der Stimmung lagen. Die Weihnachtszeit war schon immer für mich die langweiligste Zeit des Jahres. Ich dachte viel an meine Freunde in Australien, die dieses Fest unter der warmen Sonne feiern durften. Dasselbe gilt für sie Jahreswende. Pünktlich um 14 Uhr deutscher Zeit sah ich mir die Live-Übertragung der Silvester Feuerwerks in Sydney an. Danach begann meine Abschiedsparty aus dem Jahr 2009. Diese feierte ich gemütlich im engsten Freundeskreis ohne viel Schnack-Schnack. Dies war so gewollt, denn auf eine größere Feierlichkeit hatten alle keine Lust. Am wenigsten ist. Und so ging das Jahr 2009 zu Ende und schließt damit mein Tagebuch ab. Es folgt nur noch ein Fazit über den Monat Dezember, sowie eins über das Jahr 2009.
22. Dezember 2009 – Leverkusen, Deutschland
Alles nimmt seinen Lauf II
Hallo. Es ist durchaus so gewollt das mein Tagebuch im Dezember etwas dünn gestrickt ist. Dies hier wird einer der letzten Beiträge werden, denn mein Tagebuch geht dem Ende hingegen. In den letzten Tagen habe ich meine ersten Bewerbungen versendet und warte nun auf Antwort. Dabei war auch die Bewerbung, die für mich die Allerwichtigste darstellt, die Bewerbung bei der Bundespolizei dabei. Kurz bevor die Frist endet habe ich diese fertig gestellt. Ich musste letzte Woche dafür extra einen Schwimmtest absolvieren. Da ich nicht der beste Schwimmer bin und auch nicht dafür trainiert habe, war ich sehr froh als ich diesen am Ende doch knapp geschafft habe. Besonders weil ich zwischendurch ziemlich zu kämpfen hatte. Ebenso hatte ich mit dem handgeschriebenen ausführlichen Lebenslauf kleinere Probleme, der drei fehlerfrei geschriebene DIN A4 Seiten abverlangte. Diese neue Ausbildung bietet mir genau das was ich von einem Beruf erwarte. Doch ich schließe nicht die Augen davor, dass das Risiko nicht gering ist, in einem der Auswahlverfahren durchzufallen. Deshalb hab ich auch glücklicher weise einen Plan B gefunden, welcher BKA heißt.
Vom Arbeitsamt habe ich nun einen persönlichen externen Berufsberater zugewiesen bekommen und habe nun regelmäßige Sitzungen mit ihm. Er gibt mir Hilfestellungen bei der Integration in die Arbeitswelt. An dieser Maßnahme nehme ich auch dankend Teil um schneller wieder in einer Vollzeitbeschäftigung zu landen. Realisiert werden kann das aber frühestens im neuen Jahr.
Auf sportlicher Ebene habe ich mich seit mehreren Tagen nicht engagiert. Leider musste ich nach meinen ersten Startversuchen in den vergangenen Woche feststellen, dass es auf Dauer keinen Sinn mach wieder im aktiven Wettkampfgeschehen mitzumischen, denn ich bin nicht in der Lage, die vielen Trainingstermine wahrzunehmen. So habe ich entschlossen ab dem neuen Jahr mein eigenes Training fortzuführen, wie ich es auch schon vor meiner Australienreise gemacht habe.
Es geht mir also schon wieder ganz gut hier in Deutschland und ich habe mich auch wieder eingelebt, was daran liegt dass ich versuche Australien bewusst etwas zu verdrängen. Das klappt auch relativ gut. Somit verabschiede ich mich letztmalig im diesem Jahr und wünsche allen meinen Besuchern ein frohes Weihnachtsfest, sowie eine schöne Silvesterfeier mit einem guten Rutsch ins neue Jahr. Anfang des neuen Jahres werde ich mein Tagebuch abschließen und hoffe auch bis dahin alle anderen Arbeiten an der Webseite abgeschlossen zu haben.
08. Dezember 2009 – Leverkusen, Deutschland
Alles nimmt seinen Lauf
Schönes guten Tag erstmalig im Dezember. Der Monat ist mittlerweile acht Tage alt und darüber habe ich einiges zu berichten. Der Dezember begann sportlich. Ich fasste wieder Fuß in der Leichtathletikabteilung der TSV Bayer Leverkusen. Natürlich habe ich erst einmal nur reingeschnuppert. Dennoch bin ich fitter als erwartet. So nimmt seitdem das Sportler Dasein wieder seinen Lauf. Ich gehe zurzeit erst nur dreimal wöchentlich zum Training. Doch dies ist ausbaufähig und man wird sehen wohin es mich treibt.
Der Sport ist sicherlich eine Nebensache. Deshalb bereite ich seit Tagen meine Integration in die Arbeitswelt vor. Dazu zählt das herumschlagen mit dem Arbeitsamt, welche ich hoffentlich in absehbarer Zeit los bin. Diese Organisation wird wohl noch bis Weihnachten dauern, so dass ich guter Dinge bin spätestens im Januar eine aggressive Bewerbungsphase zu beginnen und endlich wieder eine Hauptbeschäftigung zu haben um eigenes Geld zu erwirtschaften. Meine Nebenbeschäftigung, der Job bei der KulturStadtLev habe ich bereits wieder aufgenommen und hatte meinen ersten Einsatz. Heute folgt der zweite. Alles war wie immer und nichts hat sich verändert. Dieser Arbeitgeber veranstalte letzten Donnerstag bereits eine schöne Weihnachtfeier, zu der ich natürlich ging. Wir nahmen an einer Führung durch die neue BayArena teil. Es war wirklich interessant. Anschließend aßen wir in einem Lokal zu Abend.
Und so war auch schon wieder Wochenende. Dieses war ähnlich wie das Letzte. Ich war viel Unterwegs. Traf mich mit meinen Freunden. Ob es in einer Bar, am Pokertisch, beim Fußball schauen oder im feinen Restaurant war, ich hatte immer Spaß. Seit ein paar Tagen hat sich mein Stimmung und Laune hier in Deutschland wesentlich verbessert. Die Sehnsucht nach Australien hat nachgelassen, ist aber nach wie vor noch präsent. Dennoch nützt es mir nichts zu schmollen oder zu trauern. Ich sehe nun immer weiter nach vorne und komme langsam wieder in Tritt, da ich meinen Alltag Stück für Stück beschäftigt gestallte. Die Langeweile ist verschwunden, da ich mir selbst Arbeit mache und suche, was auch gut so ist. Mein Tag ist mittlerweile ziemlich geregelt, was mich sehr freut. Es geht vorwärts und die Schritte werden immer größer. Das wurde auch Zeit.

